Freiwasser

    Orientierung im Freiwasser: Die Boje finden, ohne den Rhythmus zu verlieren

    Johann Ackermann10. September 2026

    Schwimmer in Seitenansicht im Abendlicht bei der Freiwassertour in Losheim

    Du schwimmst los, findest deinen Rhythmus und schaust nach vorn. Die Boje liegt plötzlich weiter seitlich als gedacht. Also korrigierst du. Nach ein paar Zügen passiert dasselbe wieder.

    Im Becken zeigt dir die Linie am Boden die Richtung. Im Freiwasser übernimmst du diese Aufgabe selbst. Genau deshalb gehört Orientierung für uns genauso zum Schwimmen wie Atmung und Armzug.

    Die Richtung klärst du vor dem ersten Zug

    Schau dir die Strecke vom Ufer an. Wo steigst du ein, wo kommst du wieder heraus? Welche festen, gut sichtbaren Punkte helfen dir unterwegs? Ein markantes Gebäude oder ein auffälliger Baum kann leichter zu erkennen sein als eine kleine Boje zwischen Wellen. Prüfe dabei auch, ob die geplante Schwimmzone freigegeben ist.

    Ein anderer Schwimmer kann dir eine Richtung zeigen. Er kann sich aber ebenfalls verschätzen. Behalte deshalb einen eigenen Orientierungspunkt.

    Ein kurzer Blick statt dauerhaft erhobenem Kopf

    Der Blick nach vorn wird häufig als Sighting bezeichnet. Du hebst den Kopf kurz so weit an, dass du dein Ziel erkennst, und führst ihn danach wieder in deine normale Schwimmlage zurück. Bei ruhigem Wasser reicht oft ein kleiner Blick über die Oberfläche. Bei Wellen brauchst du unter Umständen mehr Höhe und einen anderen Moment.

    Dauerhaft mit angehobenem Kopf zu schwimmen kann deine Wasserlage verändern und mehr Kraft kosten. Wir üben deshalb, den Orientierungsblick in den Bewegungsablauf einzubauen. Eine feste Zahl von Zügen bis zum nächsten Blick passt nicht zu jeder Strecke und jeder Situation.

    Eine Aufgabe für deine nächste begleitete Einheit

    1. Vereinbare mit deiner Begleitung eine kurze, überschaubare Strecke in einem geeigneten, bewachten Schwimmbereich.

    2. Wähle einen gut erkennbaren Zielpunkt.

    3. Schwimme in ruhigem Tempo und kontrolliere bewusst deine Richtung.

    4. Besprecht danach: Hast du dein Ziel erkannt? Musstest du häufig korrigieren? Hat dich der Blick nach vorn aus dem Rhythmus gebracht?

    Verändere beim nächsten Versuch nur einen Punkt, etwa die Dauer deines Blicks. So kannst du besser einordnen, was dir hilft.

    Orientierung ist auch Vorbereitung

    Geh nicht allein ins Freiwasser. Beachte örtliche Regeln, Wetter und Warnhinweise und überschätze deine Kräfte nicht. Bei Gewitter gehört niemand ins Wasser. Ein guter Orientierungsblick ersetzt weder Begleitung noch eine geeignete Schwimmstrecke.

    Bei unseren Workshops schauen wir gemeinsam darauf, wie du dich orientierst und was dabei mit deinem Schwimmen passiert. Du musst dafür keine Bestzeit mitbringen.

    Gemeinsam üben bei der Season Closing Tour

    Die Season Closing Tour powered by HUUB führt vom 20. September bis 10. Oktober 2026 zu 14 Stopps in Deutschland und Österreich. Wir nehmen uns zwei Stunden: 30 Minuten Theorie, 60 Minuten Workshop im Wasser und 30 Minuten Nachbesprechung.

    • 49 €: Workshop.

    • 69 €: Workshop mit individueller Videoanalyse, Auswertung und Trainingsplan fürs Becken.

    • Beim Kauf eines HUUB-Neoprenanzugs vor Ort: das Komplettpaket gratis.

    • Für Vereinsmitglieder: 10 % Rabatt.

    Alle Tourstopps und Informationen ansehen

    Titelbild: Rückblick auf die Freiwassertour in Losheim. Die Aufnahme zeigt keinen der angekündigten Herbsttermine.

    Bereit für den nächsten Schritt?

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